Effizienter Arbeiten mit Bürohund – Stimmt das wirklich?

Wenn der geliebte Hund mit ins Büro darf

Für Hundehalter ist es ein Traum, wenn ihr Hund mit ins Büro darf. Viele Hundebesitzer haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie morgens das Haus/die Wohnung verlassen und ihr treuer Freund alleine zurückbleibt. Es gibt zahlreiche Hundehalter die bei der Arbeitgeberauswahl darauf achten, ob ihr Hund mit ins Büro darf oder nicht. Hunde haben in unserer Gesellschaft einen recht hohen Stellenwert und dies zeigt sich auch in der Berufswelt.

Der Bürohund hat nicht nur für den Halter Vorteile, sondern auch für das Arbeitsklima. Es gibt immer mehr Arbeitgeber die ihren Mitarbeitern die Mitnahme ihres Hundes erlauben. Ich persönlich habe auch zwei kleine Hunde und sie dürfen mit ins Büro. Durch die Mitnahme lässt sich es entspannter arbeiten und die Kunden reagieren auch sehr positiv auf die kleinen Vierbeiner.

Es gibt auch Studien die belegen, das sich Bürohunde positiv auf die Angestellten auswirken. Ich habe mir diese einmal genauer angesehen.

Hunde halten den Menschen gesund

Hunde tragen zu einer verbesserten Gesundheit bei, dies beweist unter anderem die „Dog ownership and the risk of cardiovascular disease and death – a nationwide cohort study“. Hunde verlangen nach Bewegung an der frischen Luft und dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Halters aus. Hundehalter erkranken seltener an Herz-/Kreislauferkrankungen.

Sind Hunde mit im Büro, kommen auch Nicht-Hundehalter in den Genuss von mehr frischer Luft. Sie können mit dem Bürohund Gassi gehen, dabei frische Luft schnappen und abschalten. Die „kleine“ Ablenkung sorgt für Entspannung und sie trägt zu einem besseren Arbeitsklima bei. Die Studie hat zudem belegen können, dass die Mitarbeiter produktiver arbeiten. Dies ist ein weiterer Pluspunkt für den Bürohund.

Weniger Fehlzeiten am Arbeitsplatz

Die Universität Göttingen hat im Rahmen einer Studie belegen können, dass die Wirtschaft auch von den Hundehaltern profitiert – nicht nur wegen der Steuereinnahmen – Hundebesitzer fallen seltener durch Krankheit aus, somit sind sie produktiver.

Ein weiterer positiver Effekt von einem Bürohund ist, die Mitarbeiter leiden seltener an Burn-out, sie gehen sogar gerne ins Büro. Das Wohlbefinden wird durch die Anwesenheit eines oder mehrere Hunde gesteigert. In der Mittagspause geht es dann nicht in die Kantine, sondern raus in den Park.

Wissenschaftler haben bewiesen, das Menschen das Glückshormon Oxytocin ausschütten, wenn ein Hund in der Nähe ist. Diese Wirkung haben nicht alle Tiere, wie eine Studie aus Virgina beweisen konnte.

Die Teambildung verbessert sich und die Mitarbeiter stehen mehr zu ihrem Arbeitgeber. Bürohunde haben somit einen positiven Effekt. Allerdings müssen auch ein paar „Spielregeln“ eingehalten werden.

Wie sieht die rechtliche Seite aus?

Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf einen Bürohund bzw. auf die Mitnahme seines Hundes. Der Bundesverband Bürohund (BVBH) ist schon länger dabei, eine rechtliche Erlaubnis zu erlangen, doch bisher liegt diese nicht vor.

Der Arbeitgeber entscheidet, ob ein Bürohund erlaubt ist oder nicht. Er kann nicht dazu gezwungen werden. Wird der Hund, ohne Erlaubnis vom Chef mit ins Büro genommen, kann dies zu einer Abmahnung führen. Es ist wichtig, dass die Erlaubnis vorliegt.

Bevor ein Arbeitgeber die Erlaubnis erteilt, wird er auch die anderen Mitarbeiter befragen, denn nicht jeder mag oder verträgt (Hundehaarallergie) Hunde. Es sollen sich alle an ihrem Arbeitsplatz wohl und sicher fühlen.

Sicherheit steht an erster Stelle

Es sollte selbstverständlich sein, dass der Bürohund gut erzogen ist und nicht für Unruhe sorgt. Ideal ist es, wenn er seinen eigenen kleinen Bereich hat. Die Kollegen sollten nicht gestört werden und natürlich darf auch nicht die Gefahr von Bissverletzungen vorhanden sein.

Das Futter sollte der Hunde zu Hause bekommen, da sich manche durch den Geruch des Futters gestört fühlen könnten. Natürlich sollte der Bürohund auch stubenrein sein. Kläffer sind auch nicht für das Büro geeignet. Eine gute Erziehung ist das A und O.

Sind mehrere Hunde im Büro, so sollte vorher getestet werden, ob sich die Hunde auch vertragen. Sollte es Stress durch den Hund geben, so kann der Arbeitgeber jederzeit die Erlaubnis zurückziehen. Bei einer guten Planung dürfte es keine Probleme mit oder durch einen Bürohund geben.

Der Bürohund sollte selbstverständlich versichert sein, so sind alle auf der sicheren Seite.

Bild: 947051 / pixabayCC0 Creative Commons

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