ABC des Qualitätsmanagements – C wie Company Wide Quality Control

Im Qualitätsmanagement taucht immer wieder die Abkürzung CWQC auf. Ausgeschrieben bedeutet dieses Akronym Company Wide Quality Control. Wir wollen in unserer Reihe „ABC des Qualitätsmanagements“ unter Buchstabe C genauer darauf eingehen.

Company Wide Quality Control ist ein unternehmensweites Qualitätssicherungskonzept, das in den 60er Jahren von Ishikawa Kaoru, dem Vater der japanischen Qualitätskontrolle, entwickelt wurde.

Grundlegendes Ziel der CWQC ist es, alle Tätigkeitsschritte des Produktentstehungsprozesses auf die Kundenanforderungen auszurichten. Dabei werden die Mitarbeiter aller Hierarchieebenen einbezogen, was die unternehmensweite Qualitätsarbeit verbessert. Dieses bewirke ein hohes Vertrauen der Kunden in angebotene Produkte bzw. Dienstleistungen, was wiederum Unternehmenswachstum generiert.
Ishikawa stellt also die Qualität im Unternehmen in den Mittelpunkt, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

CWQC ist gekennzeichnet durch drei grundlegende Prinzipien:

  1. Einsatz von Qualität als Wettbewerbsinstrument.
    Ishikawa sieht die Qualität als einen Wettbewerbsparameter. Denn ein Unternehmen, das qualitätsfokussiert agiert, wird seinen Gewinndurch unternehmensinterne Kostenreduktionen und Marktanteilszuwächse langfristig erhöhen.
  2. Kundenorientierung
    Hierbei ist der Wandel von einem herstellorientierten zu einem kundenorientierten Qualitätsbegriff entscheidend. Die Qualität wird vom Kunden definiert und nicht vom Unternehmen. Dementsprechend ist der gesamte Produktentstehungsprozess kundenspezifisch ausgerichtet.
  3. Einbeziehung aller Funktionsbereiche, sowie aller Mitarbeiter im Qualitätsverbesserungsprozess
    Ishikawa heißt nicht umsonst „Company Wide Quality Control“. Es fordert den Qualitätsverbesserungsprozess unternehmensweit und für alle Mitarbeiter. Dabei wird jeder Mitarbeiter des nachfolgenden Prozesses als Kunde angesehen. Dies dient dem Abbau von Abteilungsschranken und erleichtert die Kommunikation und Koordination unternehmerischer Aktivitäten auf horizontaler Ebene. Es entsteht ein Geflecht aus Kunden-Lieferanten-Beziehungen, welches das gesamte Unternehmen umfasst. Die interne Kundenorientierung dient der Erfüllung von externen Kundenanforderungen.

Aufbauend auf den Arbeiten von Armand V. Feigenbaum, William Edwards Deming und Joseph M. Juran wird CWQC als Erweiterung des Total-Quality-Management (TQM) bzw. des Total Quality Control (TQC) betrachtet.

Foto: © bounlow-pic – Fotolia.com

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