ABC des Qualitätsmanagements – J wie JUST-IN-TIME (JIT)

Beim ABC des Qualitätsmanagements sind wir bei Buchstabe J angekommen. Und was fällt als erstes dazu ein: Just-in-Time.

Just-in-Time kennen viele als witzigen und nicht ganz ernstgemeinten Spruch, wenn etwas nicht rechtzeitig, aber eben doch pünktlich erledigt ist. Im Qualitätsmanagement ist „Just-in-Time“ ein dezentrales Steuerungs- und Organisationskonzept, das flexibel auf Materialbedürfnisse eingeht, die Kapazitätenplanung und Materialent- und -versorgung dynamisch und „nach Bedarf“ anpasst – und das wiederum jeweils angepasst an die Auftrags- und Fertigungssituation.

Wir kennen „Just-in-Time“ im Zusammenhang mit der Automobilfertigung. Hier ist der gesamte Produktionsprozess gemeinsam mit den Zulieferern so genau geplant, dass just im Moment, als die Karosserie an Punkt x verweilt, die passende Inneneinrichtung bereit steht, die einige Minuten zuvor  erst vom warten LKW des Zulieferers geladen wurde. Das ist „Just-in-Time“. Der LKW wurde beim Zulieferer so beladen, dass genau zum Zeitpunkt, zu dem Inneneinrichtung benötigt wird, sie auch abgeladen werden kann. Für Laien hört sich das extrem komplex an, in der Industrie ist das Konzept schon lange Gang und Gäbe. Moderne Software macht es möglich.

Mit der „Just-in-Time“ Methode kann nicht nur sichergestellt werden, dass Aufträge pünktlich ausgeführt werden, auch die Zeit- und Materialersparnis sowie die Lagerkosten können signifikant minimiert werden. Selbst kurzfristig eingehende Aufträge können bearbeitet werden, da jeder Schritt der Fertigung miteinander verknüpft ist und auch die Materialbeschaffung immer weiß, wann es Zeit wird, aktiv zu werden. Logisch ist es da, dass auch der Rest der Fertigung Hand in Hand laufen muss, um den optimalen Nutzen des Just-in-Time Qualitätsmanagement ausschöpfen zu können.

Das Prinzip der ablauforientierte Fertigung ist nur möglich, wenn eine Harmonisierung der Kapazitäten verlässlich geboten werden kann. Bei einem derartigen Steuerungskonzept können nicht nur Einricht- und Rüstzeiten verkürzt werden, sondern auch die Durchlaufzeiten reduziert werden.

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