ABC des Qualitätsmanagements – K wie KVP und Kaizen

Im Qualitätsmanagement sind die beiden Begriffe Kaizen und KVP (= Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) eng verwandt. Beide Begriffe meinen von der Grundidee dasselbe: Kaizen ist eine kontinuierliche Verbesserung.

Der japanische Begriff Kaizen bedeutet übersetzt „Veränderung zum Besseren“ (KAI = Veränderung, ZEN = zum Besseren). Er drückt das Streben nach kontinuierlicher, unendlicher Verbesserung aus. Dies ist jedoch nicht als Methode zu betrachten, die bei Bedarf auf ein Problem angewendet werden kann. Kaizen ist vielmehr als prozessorientierte Denkweise im Sinne einer Geisteshaltung zu begreifen, die gleichzeitig Ziel und grundlegende Verhaltens weise im täglichen (Arbeits-)Leben darstellt. Die Kaizen-Philosophie steht für Verbesserungen von jedem, immer und überall.

Kaizen wird im angloamerikanischen Sprachraum als Continuous Improvement Process (CIP) und in der deutschen Übersetzung als „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)“ bezeichnet, obgleich der japanische Begriff eher im Sinne eines stetigen Hinterfragens eigener Annahmen zur Steigerung des Kundenwohls mit einer Win-Win-Lösung für alle Beteiligten verstanden werden muss, während KVP tatsächlich ein stetiger und kontinuierlicher Prozess im gesamten Unternehmen zur Verbesserung der Produkt-, Prozess- und Servicequalität ist. Beide Ansätze haben aber die ganzheitliche Betrachtung des gesamten Unternehmens gemeinsam: Jeder einzelne Arbeitsplatz, alle Abteilungen und Einheiten sowie alle Führungs- bzw. Hierarchieebenen müssen mit einbezogen werden.

Die Ansätze beruhen auf der Erkenntnis, dass alle Aktivitäten im Unternehmen zur Verbesserung der Qualität schließlich zu einer höheren Produktivität und zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit führen werden. Dadurch wird der wirtschaftliche Fortbestand des Unternehmens gesichert.

KVP ist ein Grundprinzip des Qualitätsmanagements und unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001. Das Erarbeiten von Verbesserungsvorschlägen durch Arbeitsgruppen wird üblicherweise gemeinsam mit dem betrieblichen Vorschlagswesen unter dem Begriff Ideenmanagement zusammengefasst.

 

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