Effizient durchs Homeoffice

Wir haben schon das ein oder andere Mal über das Arbeiten im Homeoffice berichtet, doch Dank bzw. wegen der aktuellen Pandemie ist das Thema Homeoffice für eine große Mehrheit der Arbeitnehmer plötzlich zum Alltag geworden.

Nach der ein oder anderen Startschwierigkeit scheinen sich nun die meisten in und mit „ihrem Homeoffice“ und den damit notwendigen Umstrukturierungen arrangiert zu haben. Und mehr noch: Viele Arbeitgeber denken ernsthaft über einen Rückbau der Büroplätze nach, was natürlich keinen Stellenabbau bedeutet, sondern den Ausbau des Homeoffice. Und auch viele Beschäftigte, die erst in der Corona-Krise regelmäßig im Homeoffice gearbeitet haben, möchten diese Arbeitsform – zumindest teilweise – fortführen. Laut Gesundheitsreport 2020 der DAK-Gesundheit sind das über 75 % der Beschäftigten.

Nach großer anfänglicher Skepsis einiger Firmen, müssen sich nun nämlich viele eingestehen, dass Mitarbeiter im Homeoffice meist deutlich effizienter sind, als in der Firma. Woran das liegt? Umfragen wie die der DAK zu Folge, liegt es an dem gesparten (teilweise langen) Weg zu Arbeit, der Flexibilität wirklich ganz nach dem Familien-Rhythmus zu arbeiten (und das wissen vor allem Eltern in Zeiten von Homeschooling und geschlossener KiTas zu schätzen!) und der geringeren Ablenkung.

Doch effizient ist das vermehrte Homeoffice auch für die Firmen selber: Denn neben den Personalkosten sind die Kosten für Büroräumlichkeiten (mit dem logischerweise laaaangen Rattenschwanz an Zusatzkosten, von Strom und Wasser über Reinigung bis hin zur Anschaffung neuer Möbel) der größte Kostenblock bei den meisten Firmen. Und es ist eine einfache Rechnung, dass sich der Gewinn deutlich steigert, wenn zwar die gleiche Anzahl an Personen arbeitet, jedoch ein großer Kostenblock nahezu wegfällt.

Denn natürlich ganz ohne Büroräumlichkeiten funktioniert es dann doch nicht. Wichtige Besprechungen (auch und vor allem mit externen Kunden) müssen manchmal vis-a-vis abgehalten werden. Personalgespräche funktionieren auch nicht überall via Videocalls und auch der ein oder andere Angestellte braucht hier und da Infrastruktur, die sich unmöglich jeder zu Hause hinstellen kann.

Dennoch ist es interessant zu beobachten, wie auch in der Geschäftswelt das „große Drama Homeoffice“ innerhalb von wenigen Wochen zu der „großen Chance Homeoffice“ geworden ist.

Die genannte DAK Studie gibt übrigens noch viele weitere interessante Einblicke in das Thema Homeoffice, z .B. über die gesundheitlichen Auswirkungen von Homeoffice.

 

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