Japanische Begriffe aus der Effizienzwelt – Poka Yoke

Der japanische Ausdruck Poka Yoke (Poka = unbeabsichtigte Fehler, Yoke = Vermeidung oder Verminderung) stammt ebenfalls aus der Toyota-Produktion und bezeichnet ein aus mehreren Elementen bestehendes Prinzip, das technische Vorkehrungen und Einrichtungen zur Fehlerverhütung bzw. zur sofortigen Fehleraufdeckung umfasst.

Es ist dabei besonders auf die unbeabsichtigten Fehler ausgerichtet, die den Menschen bei ihrer Mitwirkung innerhalb von Fertigungsprozessen unterlaufen können, und soll verhindern, dass aus einer Fehlhandlung ein Fehler am Produkt entsteht.

Dabei zielt Poka Yoke auf den Einsatz von meist technischen Hilfsmitteln. Diese Lösungen sind meist kostengünstig und sofort einführbar.

Um auch das wiederholte Auftreten von einmal entdeckten Fehlern ausschließen zu können, wird Poka Yoke stets in Verbindung mit einer Inspektionsmethode angewendet. Hierbei hat sich die Fehlerquelleninspektion (Source Inspection) als besonders wirkungsvoll erwiesen.

Auch im privaten Alltag findet man Maßnahmen zu Fehlervermeidung, die auf das Poka Yoke zurückzuführen sind.

So lassen sich z. B. TAE-Telefonstecker nicht verkehrt herum einstecken. Bankautomaten geben in Deutschland das Geld erst heraus, wenn die Karte entnommen wurde. Dadurch wird verhindert, dass man die Karte vergisst. SIM-Karten lassen sich aufgrund ihrer Form nur in der korrekten Ausrichtung im SIM-Kartenslot einlegen. Unterschiedlicher Durchmesser von Zapfpistolen an Tankstellen, um versehentliches Tanken des falschen Kraftstoffs zu verhindern.

Bild: © bounlow-pic – Fotolia.com

 

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