Qualitätsmanagement in der Weiterbildung: Stehen Siegel für Qualität?

Qualitätsmanagement: Was so kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Ein Unternehmen will seine Arbeitsabläufe und Aufgaben mit System planen und steuern, um eine gute Qualität zu erreichen, zu halten und im besten Fall zu steigern. Qualitätsmanagement in der Weiterbildung verfolgt also das Ziel, dass die Weiterbildungen qualitativ hochwertig sind bzw. bleiben und kontinuierlich verbessert werden. Oftmals geschieht dies in enger Zusammenarbeit mit den Kunden: Deren Feedback hilft bei der Steigerung der Qualität.

Das Siegel

Hat ein Unternehmen schließlich ein System gewählt (entweder ein schon bestehendes in seinem Unternehmen etabliert oder ein Eigenes definiert), dann kann es die Umsetzung durch einen externen Gutachter prüfen lassen und sich so ein Qualitäts- oder Gütesiegel oder ein so genanntes Zertifikat holen.

Ob branchenspezifisch oder übergreifend ist egal

Insgesamt gibt es über 12 schon bestehende Qualitätsmanagementsysteme, die in der Weiterbildung zum Einsatz kommen. Test.de hat festgestellt, dass es jedoch nicht darauf ankommt, ob man ein branchenspezifisches System oder ein übergreifendes System wählt. Wichtig ist nur, wie es innerhalb des Unternehmens ‚gelebt‘ wird.

Siegel steht für Qualität – aber nicht zwangsläufig für gute Kurse

Ein Qualitäts-/ Gütesiegel oder ein Zertifikat zu erlangen kostet rund 10.000 Euro, dass alle zwei bis vier Jahre – ebenfalls kostenintensiv – erneuert werden muss. Verständlich, dass sich gerade kleinere Unternehmen ein solches nicht leisten können. Dennoch gibt es in 80 Prozent der Unternehmen Qualitätsmanagementsysteme – nur das manchen eben das Siegel fehlt.

Erhält ein Unternehmen immer wieder ein solches Siegel, dann kann man jedoch davon ausgehen, dass es dauerhaft an der Qualitätssicherung seiner Weiterbildung interessiert ist. Auch wenn ein solches Siegel nicht gleichbedeutend mit guten Weiterbildungskursen ist. Die Zertifizierung besagt nur, dass es theoretisch in der Lage ist, gute Kurse anzubieten.

Augen auf bei der Wahl des Bildungsträger

Am besten macht man sich jedoch ein eigenes Bild vom Bildungsträger, besonders wenn es sich um eine längere und teure Weiterbildung handelt. Für den Erfolg spielen viele Faktoren eine Rolle. Besonders der Dozent, die Gruppenkonstellation und Teilnehmerzahl sind bedeutet. Und last but noch least: Der größte Erfolg hängt vom Schüler selber ab, von seinem Lernziel, seiner Motivation und seinem Engagement.

Hier geht es zur Studie von test.de

Foto: © Marco2811 – Fotolia.com

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