Studie zeigt Digitalisierung als Effizienz-Killer

Digitalisierung – kein anderer Begriff hat unsere Wirtschaft in den letzten Jahren mehr beschäftigt. Das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate ist DIE Herausforderung des 21. Jahrhundert, sagen viele. Jetzt hat eine Studie der tempus GmbH und der der AKAD Hochschule Stuttgart aufgedeckt, dass Digitalisierung einen Rückschritt in Sachen Effizienz, Leistungsfähigkeit und Produktivität mitmitbringt. Dabei sollen die digitalen Formate, Technologien und Lösungen uns doch alle produktiver machen.

In der Studie wurde jedoch klar, dass Beschäftigte sich durch die Digitalisierung zunehmend gestresst fühlen und deutlich mehr Überstunden leisten – was zu Unzufriedenheit führt. Leistungsfähigkeit und Produktivität sinken.

Ein Hauptgrund dafür liegt laut Studie in der ständigen Erreichbarkeit. Zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben an, auch nach der Arbeit sowie an Feiertagen, Wochenenden oder in der Urlaubszeit E-Mails zu beantworten. Fast die Hälfte davon macht das sogar noch im Bett oder auf der Toilette. Das Leben ist so mehr von Unterbrechungen geprägt also von in sich abgeschlossenen Einheiten. Das gesunde Gleichgewicht aus Arbeiten und Erholen, aus Arbeitszeit und privater Zeit, wird massiv gestört. Mehr als 50 Prozent der Befragten nimmt die fortwährende Präsenz an Smartphone, Tablet oder Laptop als stressig wahr.
Daraus sind 30 Prozent mehr Überstunden im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren entstanden. Das ergibt pro Woche und Mitarbeiter durchschnittlich 7,5 Stunden Mehrarbeit. Dennoch gaben 84 Prozent der Befragten zu, das Gefühl zu haben, die investierte Zeit reiche nicht für alle anliegenden Aufgaben aus. Was als Mittel zum Fortschritt gedacht war, erzielt hier einen Rückschritt zur 6-Tage-Woche.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Beschäftigte es nicht schaffen, effizient zu arbeiten, sondern durch die Technik abgelenkt werden. Dadurch leidet ihre Produktivität wie auch ihre Zufriedenheit.
Zudem kann sich die Digitalisierung negativ auf unsere Gesundheit auswirken und bei falscher Handhabung sogar als Burnout-Faktor entpuppen.

1.200 Personen hat die AKAD Hochschule Stuttgart und die tempus GmbH dazu befragten – Angestellte, Führungskräfte und selbstständige Unternehmer.

Die Zusammenfassung der Studie gibt es hier zum Download.

Bild von David Bruyland auf Pixabay

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.