Wer sich mit Grün umgibt, ist glücklicher

Schon seit einiger Zeit geht ein Ruck durch die Menschen. Alles wird mehr überdacht, es wird mehr auf die Umwelt geachtet und auch die Gesundheit spielt eine immer größere Rolle. Und alles kann man unter „grün“ zusammenfassen. Grün = ökologisch, bio und naturbezogen.

Nicht verwunderlich also, dass sich auch die Wissenschaft intensiv mit dem Thema grün auseinandersetzt und immer mehr den Bezug zur Wirkung auf die Gesundheit untersucht. Bekannt ist schon seit Jahrzehnten, dass sich das Aufhalten in der Natur nicht nur förderlich auf die körperliche Gesundheit auswirkt, auch die Wirkung auf die Psyche ist seit Jahren bekannt. Da liegt es nahe, zu überlegen, wie man das Grün der Natur in die Büros bekommt, um dort etwas für das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu tun. Denn auch das konnte in diversen Studien bewiesen werden: Grüne Büroräume machen glücklich. Und wenn wir von „grünen Büroräumen“ sprechen, meinen wir nicht nur die profane Büropflanze. Wir meinen grüne Wände, begrünte Decken und Pflanzen wohin das Auge schaut. Begrünte Wände und Decken sehen übrigens nicht nur hübsch aus, sie saugen auch eine Menge Schall auf – nämlich 100 und 3.000 Herz.

Umfragen spielen den Wissenschaftlern übrigens in den Schoss: So hat die ManpowerGroup Deutschland 1.000 Menschen befragt, welche Faktoren für sie zur Wohlfühlatmosphäre im Büro beitragen. Dabei kam – für viele überraschend – nicht der gute Kaffee unter die Top 10, Pflanzen jedoch schon. Denn 28 Prozent sind sich sicher, dass Pflanzen das Gefühl von Natur in die Büros bringen, womit wir wieder bei der Wissenschaft vom Anfang sind: Die Natur wirkt sich positiv auf die Psyche aus.

Und auch eine Studie der britischen Universität Exeter hat über fünf Jahre lang 1.000 Menschen begleitet und heraus kam, dass dort wo es grün ist, der Wohlfühlfaktor von Körper und Geist um ein Vielfaches höher ist, als dort wo eben das Grün fehlt. Forscher aus Norwegen haben sogar herausgefunden, dass begrünte Büros die Konzentration, Produktivität und das Engagement erhöhen, weil das Grün zum kurzen Abschalten einlädt und so signifikant die Konzentration wieder herstellt.

Der Trend scheint also zu funktionieren und das nicht nur im Privaten.

Mittlerweile gibt es unzählige Firmen, die sich speziell mit dem Thema „begrünte Büros“ beschäftigen. Auch viele Architekten setzen bei der Gestaltung von Büroräumen auf „lebende Wände“. Vertical Gardens sind dabei nur eine Sache, die nicht nur hübsch, sondern auch sehr preisgünstig herzustellen sind. Hinzu kommt die nicht zu vernachlässigende Schallabsorption, die besonders in Großraumbüros für eine erhebliche Verbesserung der Lärmbelastung führen.

In dem Sinne: Versuchen Sie ihre Büros doch grüner zu machen. Vielleicht beginnend mit einem viel genutzten Gemeinschaftsraum. Wenn es dort gut ankommt, weiß man, dass sich die Investition in die anderen Räumlichkeiten auch lohnt.

Foto von Alena Koval von Pexels

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